{"id":82,"date":"2015-06-12T02:53:15","date_gmt":"2015-06-12T00:53:15","guid":{"rendered":"http:\/\/rathje-guitars.de\/rathje-guitars\/?p=82"},"modified":"2015-06-13T10:08:28","modified_gmt":"2015-06-13T08:08:28","slug":"biografie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/the-rathje.com\/guitars\/biografie\/","title":{"rendered":"Biografie"},"content":{"rendered":"<p>ngg_shortcode_0_placeholderJa&#8230; diese sympathisch dreinschauende Fratze dort oben bin ich -Matthias Rathje! Doch qualifiziert mich das allein zum Bau von Zupfinstrumenten? Ich glaube kaum! Was hab ich also vorzuweisen?<br \/>\ndas handwerkliche Geschick<br \/>\ndas n\u00f6tige und dar\u00fcber hinausgehende Wissen ein Gef\u00fchl f\u00fcr das Design von Zupfinstrumenten<br \/>\nich liebe diese Instrumente inbr\u00fcnstig und lege diese Leidenschaft auch beim Bau selbiger an den Tag!<br \/>\nDas alles fing an als ich begann Gitarre zu spielen \u2013 ich war v\u00f6llig begeistert davon.Da ich auf der Realschule in Werken immer sehr gut war und meine berufliche Zukunft noch nicht entschieden hatte, informierte ich mich \u00fcber den Beruf des Zupfinstrumentenmachers. Das klang alles sch\u00f6n und gut \u2013 doch ich war 16 und die einzige Lehrstelle 600km entfernt.<\/p>\n<p>So schob ich meinen Traum vor mir her und begann eine Lehre zum Tischler, die ich drei Jahre sp\u00e4ter mit Auszeichnung abschloss. Noch vor der Gesellenpr\u00fcfung bewarb ich mich in Dinkelsb\u00fchl bei Zupfinstumentenmachermeister Ammann um einen Ausbildungsplatz. Dieser war jedoch leider schon vergeben\u2026 ich sollte aber trotzdem mal vorbei kommen und meine Unterlagen mitbringen! So fuhr ich zum ersten und bisher letzten mal die 600km nach Dinkelsb\u00fchl\u2026<\/p>\n<p>Warum ich nicht wieder runter gefahren bin? Nun ja \u2013 den Ausbildungsplatz h\u00e4tte ich zwar trotzdem haben k\u00f6nnen, Meister Ammann war supernett und Dinkelsb\u00fchl eine wundersch\u00f6ne Stadt \u2013 doch Herr Ammann machte auch keinen Hehl aus der wirtschaftlichen Zukunft seines Berufstandes: \u201eJunge, ich mach dir nix vor \u2013 reich wirst du mit dem Bau von Gitarren nicht. Und entweder du arbeitest nach der Ausbildung in einer Fabrik oder du machst den Meister und dich selbstst\u00e4ndig!\u201c<br \/>\nIch bat mir etwas Bedenkzeit aus und fuhr wieder zur\u00fcck in heimische Gefilde\u2026 zwei Wochen sp\u00e4ter rief ich ihn an und sagte ab \u2013 er nahm dann doch die Auszubildende die er vorher im Auge hatte! Mir war die Selbstst\u00e4ndigkeit in diesem Handwerk zu wackelig und in der Fabrik k\u00f6nnte ich auch als Tischler Gitarren bauen!<\/p>\n<p>Doch ich hatte jetzt ein ernsthaftes Problem \u2013 mein Traum war zerplatzt wie eine Seifenblase! Ich hatte doch mein komplettes Leben darauf ausgerichtet\u2026 was sollte ich jetzt nur tun? Ich wollte nun wirklich nicht als Tischler den Rest meines Lebens verbringen \u2013 versteht mich nicht falsch! Ich liebe diesen Beruf, ich liebe Holz \u2013 und doch hatte ich das Gef\u00fchl, dass meine M\u00f6glichkeiten noch nicht ausgesch\u00f6pft waren! Ich beschloss mich weiter zu bilden, das kann ja schlie\u00dflich nie schaden!<\/p>\n<p>Noch einen Tag vor meiner praktischen Gesellenpr\u00fcfung hatte ich meinen ersten Schultag auf der Fachoberschule Technik. Nebenher jobbte ich bei einem M\u00f6belhaus als M\u00f6belpacker und Haustischler. Die Zeit verging wie im Fluge\u2026 ich machte meine Fachhochschulreife, bekam meinen Einberufungsbescheid zum Wehrdienst und \u00fcberbr\u00fcckte die Zeit bis zur Einberufung indem ich bei meinem alten Ausbildungsbetrieb als Treppentischler arbeitete.<\/p>\n<p>Die neun Monate bei der Bundeswehr haben mich zwar in keinster Weise weiter gebracht, doch ich hatte meinen Spa\u00df dabei mit einem 11 t-Aluminium-Klumpen durchs Gel\u00e4nde zu eiern!!! W\u00e4hrend der Zeit beim Bund h\u00f6rte ich von der Fachhochschule f\u00fcr Instrumentenbau in Markneukirchen. Ich informierte mich \u00fcber die Zugangsvoraussetzungen und musste mit Erschrecken feststellen, dass ich trotz meiner Vorbildung nicht alle Kriterien erf\u00fcllte. Ich musste noch ein Praktikum bei einem Instrumentenbauer vorweisen. Die Suche nach einem Praktikumsplatz in dieser Brache gestaltete sich jedoch sehr schwierig und langwierig. Also ging ich vorl\u00e4ufig wieder dem Job als Treppenbauer nach. W\u00e4hrend dieser Zeit baute ich auch meine erste E-Gitarre &#8211; die &#8222;NU X-Plorer&#8220;.<\/p>\n<p>Irgendwann rief ich bei Boris Dommenget an um nach dem Verbleib meiner Bewerbung zu fragen\u2026 \u201eDie hab ich nie bekommen!\u201c, sagte er. Ich hatte sie an die falsche Adresse geschickt! Und doch bekam ich zun\u00e4chst eine Absage. Er nehme keine Praktikanten da sich bei ihm am laufenden Bande junge Menschen zum Praktikum bewerben, die ein total falsches Berufsbild im Hinterkopf haben!<\/p>\n<p>Au\u00dferdem w\u00fcrden sie mehr Arbeit machen als dass sie n\u00fctzen! Er verwies mich an Herrn Wichmann aus Hamburg \u2013 der nehme am laufenden Band Praktikanten! Ich rief diesen Herren an und wurde schroff zur\u00fcckgewiesen \u2013 der war total unfreundlich!!! In diesem Sinne \u2013 Gru\u00df an Herrn Wichmann!<br \/>\nBoris hatte mir jedoch angeboten, dass ich ihn nochmal anrufen k\u00f6nne, falls das mit dem Wichmann nicht hinhauen w\u00fcrde! Als ich bei diesem Telefonat das Wort Tischler fallen lie\u00df, hatte ich bei Herrn Dommenget ein offenes Ohr. Das h\u00e4tte ich doch gleich sagen sollen! Ich solle mal vorbei kommen und am besten mal meine Gitarre mitbringen! Also klemmte ich mir meine NU X-Plorer mit ihrem scharfen Formkoffer unter den Arm und fuhr an die Elbm\u00fcndung. Boris war schwer begeistert von dem Formkoffer\u2026 die Gitarre w\u00e4re auch nicht von schlechten Eltern \u2013 aber dieser Koffer\u2026<\/p>\n<p>Zum n\u00e4chsten Ersten fing ich als 3.Praktikant-ever bei Dommenget-Custom-Guitars an. Ich lernte eine Menge \u00fcber den Bau von Gitarren und ihre Reparatur \u2013 wof\u00fcr ich mich an dieser Stelle nochmals bei Boris bedanken m\u00f6chte! Es war ein Vergn\u00fcgen von einem der wirklich Gro\u00dfen seines (unseres) Faches zu lernen! Denn auch wenn ich nie eine Pr\u00fcfung als Gitarrenbauer abgelegt habe, m\u00f6chte ich mich als solchen bezeichnen\u2026 vom Herzen her! Es haben Gr\u00f6\u00dfen wie Angus Young (ACDC), Doug Aldrich (Whitesnake), Rudolf Schenker, Matthias Jabs und Klaus Meine (alle drei Scorpions) und Eric Bazilian (Hooters) auf Instrumenten gespielt, an deren Bau ich beteiligt war! Irgendwie ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl! Nach einem halben Jahr verlie\u00df ich dann wehm\u00fctig Boris Werkstatt, um mich um eine Bleibe f\u00fcr mein Studium zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Und nun sitze ich hier heute in Hildesheim in meiner Wohnung und designe meine erste eigene Website! Die Aufmerksamen unter euch werden sich jetzt fragen: \u201eMoment\u2026 Hildesheim? Warum nicht Markneukirchen?\u201c Gut aufgepasst!<\/p>\n<p>W\u00e4hrend meines Praktikums musste ich mir schmerzlich eingestehen, dass Meister Ammann damals schon wusste wovon er redet! Ich habe es ja mit meinen eigenen Augen gesehen: Boris Dommenget z\u00e4hlt f\u00fcr viele (mich eingeschlossen) zu einem der besten Gitarrenbauer der Welt\u2026 und selbst f\u00fcr ihn sind diese Zeiten keine goldenen! Wie soll man denn dann als Newcomer auf einen gr\u00fcnen Ast kommen? Studium hin oder her? Daher habe ich mich gegen das Studium in Markneukirchen und f\u00fcr die einzige Alternative entschieden \u2013 Holzingenieurwesen in Hildesheim.<\/p>\n<p>Sooo\u2026 nun wisst ihr wer ich bin und was ich mache \u2013 ihr d\u00fcrft jetzt DU zu mir sagen!!! \u00dcber Feedback jeglicher Art w\u00fcrd ich mich sehr freuen!!!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\">\nJa&#8230; diese sympathisch dreinschauende Fratze dort oben bin ich -Matthias Rathje! 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